sssupers ist ein in Münster beheimatetes Webdesign Studio mit Website Boutique, das vom Fotografen und Designer Rasmus Schübel geführt wird. "Ich helfe meinen Kunden, ihre Website als sicheren Hafen der Selbstdarstellung im Internet zu erleben und verkaufe in meiner Boutique schlüsselfertige, maßgeschneiderte Websites an qualitätsbewußte Kunden mit Stil."

 

Die 3 häufigsten Fragen an einen Fotografen

Die drei häufigsten an einen Fotografen gestellten FRAGEN wandeln sich im Laufe der Jahre nur gering, trotz vielseitiger Variationen zielt der Inhalt stets in eine ähnliche Richtung. Den unangefochtenen Spitzenreiter zuerst, es ist ein niemals versiegender Kalauer:

 Bundesarchiv, Film UFA-Dabei : 691/1969

Bundesarchiv, Film UFA-Dabei : 691/1969


Ja, regnet es denn?

… ist die mit großem Abstand häufigste Frage, sobald ich innerhalb eines Gebäudes einen Reflexschirm aufspanne. Als Fotografen noch mit Fachkameras unter schwarzen Tüchern fotografierten - wie ich das vor 20 Jahren auch noch gemacht habe - lag diese Frage noch gleichauf mit "Ist das eine Linhof?"  ( Wobei 85% der Fragesteller Stock und Hut trugen.)

Die Plätze zwei und drei - sie sind weniger als Scherze gemeint - stellen das kleinste gemeinsame Vielfache in der bourgeoisen Kommunikation mit künstlerisch-Kreativen dar.


Kann man denn davon leben?

… steht auf Platz zwei. Nein, wenn Sie so direkt fragen, es ist ein Wunder, eine Art MAGIE: jeden Morgen fragen wir Fotografen uns, wie wir es nur bis hierher schaffen konnten, nehmen eine handvoll Betablocker und machen einfach weiter. Wer immer mich in ein solches Gespräch verwickelt hat, kennt meinen Satz: "Wir Fotografen bewegen uns stets zwischen 'Toast-mit-Marmelade' und 'Welches-Auto-kaufen-wir-uns-denn-heute'. So ist es, und ich liebe es in einer ähnlichen Weise, mit der ein New Yorker seine Stadt liebt.

Hier kommt Platz 3, denn dieser Beitrag hat nicht nur diagnostische Züge, sondern er ist auch mit dem Tagesgeschehen verbunden:


Gibt es etwas, das Sie gerne einmal fotografieren möchten?

Ja, gibt es. Auch, wenn mir die Antwort nicht leicht fällt. Zum Einen, weil es mehr aufregende Jobs und Motive gibt, als ich es mir ausmalen kann und ich das Leben gerne in seiner Fülle auf mich regnen lasse. Zum Anderen, weil der jeweils aktuelle Auftrag eben genau der ist, den das Leben seit meinem ersten Griff zu einer geladenen Kamera für diesen Moment herbeigeführt hat. Der Auftrag, der IST, ist stets der bedeutendste. Dennoch fallen mir durchaus einige Szenarien ein, in denen ich gerne einmal stecken möchte:
Eine Reportage über einen ZERO-G-FLUG und ein Kindermode-Shooting für OILILY gehören schon länger dazu. Eine Kampagne mit nachgestellten MÄRCHEN im Stil eines aufwendigen Kostümfilms. Ein Portrait-Shooting mit MADELEINE ALBRIGHT im UNO-Hauptquartier in New York. Al Gore geht ebenfalls ok.


JETZT KOMMT ES:

ich darf Ende September diesen Jahres einen dieser Jobs absolvieren, von denen ich noch werde meinen Enkeln erzählen können (Da ich drei Töchter habe, stehen die Chancen gut). Ende September werde ich einen Auftrag an Bord der QUEEN ELISABETH fotografieren. Zwei Modelle, Visagistin, ein sympathischer Agenturmann. Es werden nicht die Seychellen, aber ein gepflegtes HH - Rom - Civitaveccia/Pisa - Monaco - Tolouse - Barcelona - HH werden.

DANKE und HALLELUJA !

Aus dem Wikipedia-Eintrag zur QE: "Im Mai 2014 lag sie im Trockendock bei Blohm + Voss und wurde für rund 30 Millionen Euro generalüberholt. Neben diversen Reparaturen und Klassearbeiten wurden Abgas-scrubber installiert. Außerdem wurden neue Kabinen eingebaut und neue Teppiche verlegt." Wie trefflich, denn 'Klassearbeiten' sind doch genau mein Thema!

 
 Bundesarchiv, Bild 183 12958 0004 : CC-BY-SA

Bundesarchiv, Bild 183 12958 0004 : CC-BY-SA


Vielleicht läßt sich auf dieser Reise - womöglich an einem meiner freien Tage auf See - ja endlich auch die sehnsüchtigste aller neugierigen Fragen beantworten:

Was ist Ihr schönstes Foto?
 Photographed by Pjotr Mahhonin via wikicommons

Photographed by Pjotr Mahhonin via wikicommons